Dr. Sylvia Staschen eröffnet eigene Tierarztpraxis für Klein- und Heimtiere in Fürstenfeldbruck

Auf den richtigen Zeitpunkt gewartet

portrait Die Suche und das Warten haben sich gelohnt.  Tierärztin Dr.  med. vet. Sylvia Staschen kann Ende des Jahres endlich den Schritt in die Selbstständigkeit gehen. In Fürstenfeldbruck hat sie eine bereits bestehende Praxis gefunden, die sie übernehmen kann. Ein wahrer Glückstreffer für die 44-Jährige.

Die Praxis befindet sich in einem schönen historischen, denkmalgeschützten Gebäude und wurde in den vergangenen Wochen nach ihren  Wünschen neu Tierarztpraxis am Stadtpark Dr. Staschengestaltet, um für Tier und Besitzer ein Wohlfühl-Ambiente zu schaffen, „Die Räume sollen eine gewisse Wärme ausstrahlen“, sagt Dr. Staschen, die mit großer Freude an dieses erste eigene Projekt herangeht und ganz genaue Vorstellungen von ihrem neuen Arbeitsplatz hat.

Sylvia Staschen ist gebürtige Ostfriesin. Der Liebe wegen hat es sie nach Bayern verschlagen und so wurde der Süden Deutschlands letztendlich zu ihrer Wahlheimat. Bis dato war sie in Kliniken und Tierarztpraxen angestellt, konnte dort viel Erfahrung sammeln.  Doch der Wunsch irgendwann einen eigenen Weg zu gehen, sei schon immer da gewesen, erzählt die kompetente Ärztin, „und jetzt war einfach der richtige Zeitpunkt“.

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Fit für die eigene Tierarztpraxis

Der Schritt in die Selbstständigkeit will gut geplant sein.

Kieninger_Bild_WEBDem Tierarzt Johannes Kieninger (31) hilft dabei ein Praxisgründerseminar mit anschließendem Coaching.

Nach dem Abschluss seines Studiums in Leipzig sammelte er Berufserfahrung, nun wird er bald selbst der Chef sein: Dr. Johannes Kieninger bereitet sich auf die Übernahme einer tierärztlichen Praxis in Suhlendorf in Niedersachsen vor, die vor allem auf Rinder spezialisiert ist, in der aber auch Kleintiere behandelt werden. Dabei möchte er nichts dem Zufall überlassen. „Ich möchte von Anfang an teure Fehler vermeiden“, betont er. „Betriebswirtschaft kommt aber natürlich im Studium der Tiermedizin kaum vor.“ Daher nahm er am Seminar „Existenzgründung für Tiermediziner“ teil, das die Firma Synergie Süd Qualifikationsberatung, -organisation und -entwicklung anbietet. Es lief an einem Samstag über acht Stunden, kostete 120 Euro und war „ein Rundumschlag zu allen wesentlichen Fragen und Formalitäten“, berichtet der 31-Jährige. „So ging es etwa um die Unterschiede zwischen Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Gewerbesteuer und auch darum, was Freiberuflichkeit bedeutet, welche Fördermittel es für Existenzgründer gibt und welche Voraussetzungen man dafür erfüllen muss.“

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Kleintier-Kardiologie auf Rädern

Schon als kleines Mädchen war Nicola Stalla (geb. Gerlach) begeistert von Tieren jeglicher Couleur. Der Wunsch, einmal Tierärztin zu werden, festigte sich bei der gebürtigen Heidelbergerin entsprechend früh. Heute hat die sympathische 28-Jährige ihren Traumberuf zielstrebig in die Tat umgesetzt.

Mit 17 Jahren absolvierte sie ein Schulpraktikum in der Tierärztlichen Klinik am Katzenberg in Langenfeld. Es folgten zahlreiche weitere Praktika und später – im Rahmen ihres tierärztlichen Studiums an der Ludwig Maximilians Universität München (LMU) – zusätzlich eine Famulatur in der internistischen Abteilung der Universitätsklinik. Nach dem Erlangen der Approbation als Tierärztin Anfang 2007 schlossen sich Hospitanzen, unter anderem in der kardiologischen Abteilung der Universität Gießen, Fort- und Weiterbildungen an der Chirurgischen Kleintierklinik der LMU München,  der internistischen Abteilung der Medizinischen Kleintierklinik der LMU München und Instituten in Gießen und Berlin an.

Relativ schnell stellte sich heraus, dass ihr berufliches Faible im Bereich der Kardiologie liegt. Denn dieser Bereich der Tiermedizin orientiert sich extrem nah an der Humanmedizin und bietet daher entsprechend ausgereifte Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten auch für Kleintiere.
Unter den Fittichen des renommierten Dr. Wess promovierte sie 2009 und darf sich fortan Doktorin nennen. Die zwei Jahre intensiver kardiologischer  Arbeit ermöglichten sogar ihren Einsatz als Vortragende auf Fortbildungen für praktische Tierärzte in dieser Fachrichtung.

Im Herbst 2009 ist für Nicola Stalla (geb. Gerlach) die Zeit für ihr neues Projekt gekommen: eine mobile Kleintierpraxis mit kardiologischem Schwerpunkt. Ob Ultraschall-Echokardiographie, Blutdruckmessung, EKG (Elektrokardiographie) oder auch ein 24-Stunden-EKG; ob Feststellung eines angeborenen Herzfehlers, Kontrolle des Herz-Kreislauf-Systems oder auch das Aufspüren von Herzrhythmus-Störungen bei Kleintieren – es gibt nahezu keine kardiologische Untersuchung, die sie mit ihrem aufwändigen  Equipment und ihrem Fachwissen rund ums Herz nicht bieten könnte.
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Pferdefahrpraxis im Chiemgau – Fachtierärztin für Pferde

Mehr als zehn Jahre hat Gabriele Niedermaier in Kliniken für Pferde mitgearbeitet, auch im fahrenden Dienst. Sie hat erlebt, welche Sorgen Pferdehalter durchmachen, wenn ihr Vierbeiner akut schwer erkrankt ist und der Tierarzt im Stall nicht mehr weiterhelfen konnte. Zu der Angst um das Tier kommen oft noch finanzielle Nöte, denn Transport, Aufenthalt und Behandlung in einer Klinik schlagen ganz schön zu Buche.

Im Jahr 2008 war für die promovierte Fachtierärztin für Pferde dann klar: Sie wollte selbständig als fahrende Tierärztin vor Ort helfen, und zwar auch mit jenen Mitteln, die sonst nur in Kliniken angeboten werden. Seit Mitte Mai 2009 existiert nun die „Pferdepraxis Niedermaier“. Die 38-jährige Veterinärmedizinerin kann bei ihren Kunden mit zwei großen Vorteilen punkten: Zum einen beherrscht sie nicht nur die Schulmedizin, sondern kann auch auf die Chiropraktik zurückgreifen. „Rückenschmerzen und Rittigkeitsprobleme werden häufig durch Wirbelblockaden verursacht und lassen sich mit der Chiropraktik hervorragend behandeln“, erklärt sie. „Zudem werden die Selbstheilungskräfte der Tiere aktiviert und die Gesunderhaltung der Pferde gefördert.“ Gabriele Niedermaier ist dieses Gebiet so wichtig, dass sie sich hier sowohl von einer internationalen Akademie als auch von der internationalen Vereinigung der Veterinärchiropraktiker prüfen ließ. „Mir geht es hier nicht darum, den Besitzern noch eine weitere Therapieart zu verkaufen, sondern darum, individuelle Methoden anwenden zu können, damit es den Pferden gut geht“, sagt Niedermaier.

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Zwei Tierärztinnen gründen eigene Pferdepraxis

Irgendwann steht man vor der Entscheidung. War es das? Oder will ich noch einmal etwas Neues wagen?

Pferdetierärztinnen Finsler und SteiffFür Dr. Sonja Finsler und Dr. Hagar Steiff reifte diese Entscheidung in einer Pferdeklinik, in der sie seit mehreren Jahrenals Tierärztinnen für Pferdeheilkunde arbeiteten. Doch vor dem großen Schritt in die Selbständigkeit sollte zuerst einmal die Familie befragt werden.

„Mein Mann stand sofort zu diesem Projekt“, erzählt Hagar Steiff „und hat mich tatkräftig unterstützt.“

„Auch bei mir war die Familie als erste in die Überlegungen eingebunden“, sagt auch Sonja Finsler. „Sie hat nach anfänglichem Zögern das Projekt bereitwillig mitgetragen.“

Steiff und Finsler haben in dieser frühen Phase bereits alles richtig gemacht. Gründungsexperten berichten nämlich aus Erfahrung: Wenn Frauen Unternehmen gründen, muss die Familie mitmachen, sonst scheitert das Projekt bald.
Im schlimmsten Fall fühlt sich die Familie vernachlässigt und rebelliert. Ist diese Hürde überwunden, kann man sich der eigentlichen Existenzgründung widmen.

SonjaFinsler079Die Tiermedizinerinnen Finsler und Steiff hatten die Idee, eine so genannte Fahrpraxis zu errichten. Es gibt keine gemeinschaftlichen Praxisräume, vielmehr bieten sie eine Praxisgemeinschaft für ihre Klienten an, die eine kompetente Beratung, Diagnostik und Therapie ohne lange Wege direkt im Heimatstall leistet. Koliken, Lahmheit oder Atemwegserkrankungen, ob ein Fohlen geboren oder aufgezogen wird, die Pferdedoktoren Sonja Finsler und Hagar Steiff sind schnell vor Ort und im Notfall 24 Stunden am Tag erreichbar.

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